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N. Aichhorn:

"Beratung ist sicherlich das Kernstück meiner Arbeit. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse und den Geschmack des Auftraggebers zu kennen, aber auch seine Lebensumstände. Sind Kinder im Haus? Ist er eher ein ruhiger Mensch, der aus seinem Garten Energie schöpfen möchte, oder ist er ein energievoller Charakter, der in seinem Garten einen Ruhepol finden will? Durch gute Beratung können von Anfang an Kosten eingespart werden. Überstürztes Handeln ist ein häufiger Fehler in der privaten Gartengestaltung. Das Haus ist gebaut und dann will man - verständlicherweise - "schnell raus aus dem Dreck". Im Idealfall wird man sich schon während der Planungsphase des Hauses mit der Gestaltung des Gartens befassen."

F. Hübener:

"Was sind die Kardinalfehler in der Gartengestaltung?"

N. Aichhorn:

"Ganz einfach, da gibt es nur zwei: Zu viel oder zu wenig. Häufig werden zu viele unterschiedliche Materialien, Farben und Stile verwendet. Es steht zu viel auf zu engem Raum. Wichtig ist es, leere Flächen zu schaffen, die Bepflanzungen oder Objekte im Garten hervorheben. Durch Wasser, Rasen- oder Kiesflächen kann man Ruheinseln schaffen und damit Akzente im Garten unterstützen. Aber auch zu wenig ist ein Fehler, der häufig gemacht wird. Dann wurde zuviel totes oder unflexibles Material verwendet, zum Beispiel Beton oder Koniferen, die den jahreszeitlichen Wechsel nicht widerspiegeln.

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F. Hübener:

"Ist es Luxus einen Gartengestalter zu engagieren?"

N. Aichhorn:

"Gegenfrage: Ist es Luxus einen Architekten zu engagieren? Inzwischen arbeitet fast jeder Bauherr von Anfang an mit einem Architekten zusammen. Das war vor 100 Jahren noch undenkbar. Aber inzwischen ist jedem klar, welche Vorteile es bringt, sich sein Haus von einem Experten planen zu lassen. Ähnlich ist es in der Gartengestaltung. In anderen Ländern wie zum Beispiel England ist es schon viel üblicher, den Garten von einem Profi gestalten zu lassen.  ...mehr

       
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