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N. Aichhorn:

(lacht) "Na, bei aller Liebe zur Theorie, ich bin gerne auf der Baustelle. Ohne praktische Arbeit könnte ich mir den Beruf gar nicht vorstellen. Nur am Schreibtisch sitzen, planen und die Ausführung andere machen lassen - das wäre nicht mein Ding. Das Studium habe ich gewählt, weil es mir einen tieferen Einblick in die Gartengestaltung geben kann als eine Lehre."

 

F. Hübener:

"Was inspiriert Sie für Ihre Gestaltungsideen?"

N. Aichhorn:

"Einmal, ganz klassisch, der englische Garten mit seinen Staudenpflanzungen. Dann bin ich beeinflusst von der Idee der japanischen Gärten, und - eher ungewöhnlich in der Gartengestaltung - den Konzepten des Bauhauses ."

F. Hübener:

"Wie kommt ein bayerischer Gartengestalter auf japanische Gärten?"

 

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N. Aichhorn:

"Mir gefällt die Ruhe und die Kraft, die japanische Gärten ausstrahlen. Auch der Verzicht auf Pflanzen wie es im japanischen Trockenlandschaftsgarten üblich ist, erzeugt eine faszinierende Art der Spannung im Garten. Mit diesen Stilelementen zu arbeiten bringt mich auf neue Ideen. Das hat nichts mit "Ethno-Botanik" oder platter Nachahmung zu tun. Die japanische Gartenkunst arbeitet mit kulturell übergreifenden Stilformen, die auch für Nicht-Japaner durchaus verständlich sind. Die Idee der japanischen Gärten, "auch das ist wichtig, was man weglässt", ist ja ebenso ein zentrales Prinzip der Bauhaus-Bewegung. Es geht um die Reduktion auf die Grundformen, auf das Weglassen überflüssiger Schnörkel."  ...mehr

       
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